top of page

Was ist Yoga wirklich?

Aktualisiert: 7. Aug. 2025

 

Wenn du an Yoga denkst, hast du wahrscheinlich sofort das Bild einer körperlichen Praxis auf der Matte im Kopf. Doch ich muss dich enttäuschen – denn das, was heute allgemein als Yoga bezeichnet wird, ist nur ein Teil davon. Die Asana-Praxis (die körperlichen Haltungen auf der Matte) ist lediglich ein Aspekt des Yoga. Yoga selbst ist jedoch viel mehr als das.

 

Um zu verstehen, was Yoga wirklich bedeutet, lohnt es sich, einen Blick in die Anfänge dieser uralten Tradition zu werfen. Schon im "Yoga Sutra", einem der zentralen Leitfäden des Yoga, wird beschrieben, dass Yoga das "Zur-Ruhe-Bringen der Aktivitäten des Geistes" ist.

 

Die Asana-Praxis ist nur ein Element des achtgliedrigen Pfades des Yoga. Um diese körperliche Praxis in ihrem ursprünglichen Sinne auszuführen, ist es sinnvoll, sich mit den ersten beiden Stufen – Yamas und Niyamas – auseinanderzusetzen. Diese Stufen zeigen auf, wie ein achtsamer, respektvoller und bewusster Umgang mit sich selbst und anderen aussehen kann. Gerade in unserer heutigen, oft hektischen und leistungsorientierten Gesellschaft suchen viele Menschen über den Körper einen Ausgleich, um zur Ruhe zu kommen. Dies kann durch Sport, Tanz, Zeit in der Natur oder eben durch die körperliche Praxis des Yoga geschehen.

 

Jeder Mensch hat unterschiedliche Strategien, um mit Stress umzugehen. Schnell wurde klar, dass der körperliche Aspekt des Yoga viele Menschen begeistert – und genau das ist vermutlich der Grund, warum heutzutage so viele Menschen Asanas auf der Matte üben. Das ist ein kluger Ansatz, denn unabhängig davon, welche Art von „Yoga“ man praktiziert (und mittlerweile gibt es unzählige davon), bleibt das Ziel immer dasselbe: ein tieferes Bewusstsein für sich selbst zu entwickeln.

 

Ein erfahrener Yoga-Lehrer wird nicht nur den Körper seiner Schüler ansprechen, sondern auch ihre Herzen berühren und wertvolle Impulse weitergeben. Je mehr sich ein Lehrer auf seine Schüler einlässt, desto mehr kann er ihnen vermitteln – über die körperliche Praxis hinaus.



 

Durch die Beruhigung des Nervensystems und die bewusste Lenkung der geistigen Aktivität gelangen diese Impulse direkt ins Bewusstsein. Im besten Fall begleiten sie die Schüler über die Yoga-Stunde hinaus und wirken sich positiv auf ihren Alltag aus.

 

Das eigentliche Ziel von Yoga ist es, sich selbst bewusst wahrzunehmen und zu beobachten. Dies gelingt, indem man lernt, seine Aufmerksamkeit nach innen zu richten. So entsteht eine innere Distanz zu eigenen Gedanken und Handlungen – als würde man sich selbst auf einer Kinoleinwand beobachten. Aus dieser "Meta-Perspektive" heraus kann man sein Verhalten reflektieren und besser verstehen, woher bestimmte Denkmuster stammen und wie sie sich im Leben gefestigt haben. Vielleicht erkennt man sogar, welche davon man unbewusst übernommen hat und welche tatsächlich zu einem passen.

 

Diese Fähigkeit zur Selbstreflexion ist essenziell, um Gedanken und Handlungen immer wieder zu überprüfen und stimmige Entscheidungen zu treffen. Doch sie erfordert Übung. Yoga kann ein wunderbarer Weg sein, diese innere Achtsamkeit zu schulen.

 

Deshalb mein Impuls an dich:

Beginne mit der körperlichen Praxis auf der Matte und gib dem Yoga eine Chance – nicht nur als Workout, sondern als Weg zu mehr Bewusstsein und innerer Klarheit.

Buche dir eine Yoga-Stunde und tritt in Kontakt mit dir selbst. Du wirst überrascht sein, was du entdecken kannst.

 

 

 

Kommentare


bottom of page