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Weniger tun, mehr sein – Wie Ruhe eure Partnerschaft und Elternschaft verändert

Aktualisiert: 18. Feb. 2025

Elternsein.

Wie oft verlieren wir uns im ständigen Tun - Organisieren, Planen, Erziehen, Führen und Leiten?

Und wie oft glauben wir, wir müssten aktiv und ständig in Aktion sein - also etwas machen - damit unsere Kinder bestens versorgt sind?


Dabei vergessen wir, dass eine wahre Verbindung nicht aus Aktivität entsteht, sondern aus bewusstem Sein.


Was, wenn wir weniger im Tun und mehr mit den Momenten sind?

Könnte das womöglich der Schlüssel zu einer erfüllteren Partnerschaft und einem entspannteren Familienleben sein?



So viele Menschen haben verlernt, sich in der Stille zu begegnen. Dabei ist es genau dort, wo die wahre Verbindung mit sich selbt entsteht.
So viele Menschen haben verlernt, sich in der Stille zu begegnen. Dabei ist es genau dort, wo die wahre Verbindung mit sich selbt entsteht.
Erwartungen loslassen – für mehr Freiheit… Leichter gesagt als getan

  • Warum erwarten wir überhaupt so viel von uns und unseren Kindern?

  • Ist es so essentiell für uns, dass sie “brav” sind, auf uns hören, „gut“ funktionieren?

  • Was ist es, was sie wirklich brauchen?

  • Und was tragen wir durch unsere Erwartungen bei?


Wir wünschen uns so viel für unsere Kinder - doch mit unseren Wünschen sind wir nicht da, wo wir sein sollten: nämlich im HIER und JETZT. Mit uns und mit unseren Liebsten. Dadurch verpassen wir das, was das Leben ausmacht: den einzig wahren Moment.


Vielleicht ist das so, weil wir selbst gelernt haben, Erwartungen zu erfüllen. Weil wir selbst diese Geschichten unserer Vergangenheit noch so stark in uns tragen.

Doch was passiert, wenn wir sie einfach ruhen lassen?

Wenn wir einfach damit aufhören, diesen unbewussten Kräften zu folgen?


Wenn wir spüren: Das ist nicht der Weg, der unsere Kinder in ihre Kraft bringt.

Stell dir vor, dein Kind darf einfach sein. Ohne den Druck bestimmte Dinge so oder so zu machen. Ohne unsere Vorstellungen von richtig und falsch.

Wie viel entspannter wäre euer Alltag?

Und was würde das mit euch als PAAR machen?


Denn auch zwischen euch gibt es Erwartungen. Vielleicht, wie der oder die andere in der Elternrolle sein sollte. Vielleicht, wie viel Zeit ihr füreinander haben „müsstet“.


Doch was wäre, wenn ihr euch nicht über Erwartungen, sondern über gemeinsame Werte “definiert”?


Hier einige Reflexionsfragen für euch:

●       Warum erwarte ich überhaupt etwas von meinem Kind?

●       Was habe ich davon? Welches unerfüllte Bedürfnis steckt dahinter?

●       Welche Ansichten und Empfindungen hindern mich daran, mein Kind einfach sein zu lassen?

●       Welches Fundament hat unsere Partnerschaft – basiert sie auf Erwartungen oder auf Vertrauen?

●       Wie verändert Reflexion über mich selbst die Beziehung zu meinem Kind und meinem Partner?


Diese Fragen können herausfordernd sein. Doch sie sind der Schlüssel zu mehr Gelassenheit – und zu einer echten Verbindung mit euch selbst, eurem Partner und euren Kindern.

Nehmt euch als Paar Zeit, um in diese Fragen einzutauchen. Sprecht darüber und lasst einander an euren Gedanken, Erkenntnissen und Wahrnehmungen teilhaben.



Geh in Natur, an einen See und lass deinen Blick in die Ferne gleiten. Macht das auch als Paar und gemeinsam mit euren Kindern. Lasst eure Smartphones einfach in der Tasche. Nicht jeder Moment muss fotografiert werden. Lasst den Moment in euer Herz. Das ist alles, was es braucht.
Geh in Natur, an einen See und lass deinen Blick in die Ferne gleiten. Macht das auch als Paar und gemeinsam mit euren Kindern. Lasst eure Smartphones einfach in der Tasche. Nicht jeder Moment muss fotografiert werden. Lasst den Moment in euer Herz. Das ist alles, was es braucht.



La Dolce Far Niente – Die Kunst des süßen Nichtstuns

In einer Welt, die auf “Produktivität” ausgerichtet ist, haben wir das Nichtstun verlernt. Doch genau darin liegt eine tiefe Qualität des Lebens. Die Italiener nennen es „La Dolce Far Niente“ – das süße Nichtstun. Nichtstun bedeutet nicht Langeweile, sondern bewusstes Sein. Es bedeutet, die kleinen Momente zu genießen, sich zu erlauben, einfach zu sein – ohne Ziel, ohne Erwartungen.


Für Eltern kann das eine Herausforderung sein. Denn Kinder fordern oft Beschäftigung ein.

Doch genau hier beginnt die die Kunst des Lebens:

Was passiert, wenn wir ihnen beibringen, dass “Langeweile” etwas Gutes ist? Dass aus Langeweile Kreativität entsteht? Und vor allem: dass Körper UND Geist Ruhe brauchen!


Kinder brauchen keine Dauerbespaßung. Sie brauchen Eltern, die ihnen Raum geben. Die mit ihnen gemeinsam mal "Nichts" tun können. Denn das fördert nicht nur ihre Kreativität, sondern auch ihre emotionale und geistige Entwicklung.


Kurz eine Frage an dich:

Wie ist das bei dir?


Du darfst dich nämlich nicht wundern, dass dein Kind in einem dauerhaft angespannten, nervlichen Zustand ist, wenn du bzw. ihr als Eltern, euren Kindern das nicht vorleben könnt. Weil ihr selbst die Ruhe nicht aushaltet. Was im Übrigen mehr ein Warnsignal für dich sein sollte, als eine Ausrede, warum du es vielleicht nicht doch mal mit Yoga probieren könntest.


Die Kraft der Stille – für euch als Paar UND für eure Kinder

Ruhe ist heilsam. Studien zeigen, dass Momente der Stille das Gehirn regenerieren, den Stresspegel senken und die Verbindung zu uns selbst stärken. Wenn wir ständig auf Reize reagieren – sei es durch Arbeit, Soziale Medien oder unser Familienleben – verlieren wir den Zugang zu unserer eigenen Mitte. (Das ist auch ein Grund, warum sich immer mehr Kinder und Jugendliche verlieren. Dazu ein anderes Mal mehr - ich wollte es nur mal kurz erwähnen.)


Was passiert, wenn ihr als Paar gemeinsam in die Stille geht?

Wenn ihr euch bewusst Zeit nehmt, um nichts zu tun und einfach zu sein?

Vielleicht mit einer gemeinsamen Meditation, einem Yoga-Retreat oder einem Abend ohne Ablenkung. Kein Fernsehen, kein Smartphone. Einfach nur ihr.


Gestaltet Simmungen mit Düften, Kerzen, gedämpften Licht und all dem, womit ihr euch wohl fühlt und sich eure Körper "hineinfallen lassen" wollen.
Gestaltet Simmungen mit Düften, Kerzen, gedämpften Licht und all dem, womit ihr euch wohl fühlt und sich eure Körper "hineinfallen lassen" wollen.


Die Auswirkungen sind tiefgreifend:

●       Das Gehirn kommt zur Ruhe, Gedanken ordnen sich.

●       Der Körper kann sich regenerieren, Stresshormone werden abgebaut.

●       Das Herz schlägt ruhiger, das Nervensystem entspannt sich.

●       Die Verbindung zueinander wird intensiver, weil echte Präsenz möglich wird.










Praktische Tipps für mehr Ruhe - für dich, deine Partnerschaft und für euren Familienalltag

1.     Langeweile zulassen – Wenn dein Kind sich beschwert, dass es langweilig ist, halte es aus. Gib ihm Zeit, selbst eine “Lösung” zu finden.

2.     Medienzeit reduzieren – Weniger Ablenkung schafft mehr Raum für echte Verbindung.

3.     Gemeinsam schweigen – Setzt euch bewusst 5–10 Minuten gemeinsam hin, ohne zu sprechen oder auf einen Bildschirm zu schauen.

4.     Ruheinseln schaffen – Eine feste Zeit am Tag, in der jeder einfach für sich sein darf.

5.     Gemeinsam atmen – Tiefe Atemzüge helfen, den Moment bewusst wahrzunehmen.


Euer Kind als Gamechanger für eure Partnerschaft

Kinder sind nicht nur kleine Wesen, die wir erziehen müssen – sie sind unsere größten Lehrer. Sie spiegeln uns wider, zeigen uns, woran wir festhalten, wo wir Erwartungen haben, wo wir uns selbst unter Druck setzen.

Sie zeigen uns, wer wir sind. Und das ziemlich klar und direkt.

Nur leider sind die Wenigsten (von uns) dazu bereit, sich das selbst einzugestehen.


Was, wenn euer Kind / eure Kinder nicht das Problem, sondern die Einladung sind, als Paar und als Menschen zu wachsen?


Es braucht nicht mehr Regeln, mehr Kontrolle, mehr Erziehung.

Es braucht mehr Sein. Mehr Ruhe. Mehr Vertrauen – in euch selbst, in eure Partnerschaft, in eure Kinder.


Denn in der Stille des süßen Nichtstuns liegt die größte Magie des Lebens.



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